PIK3CA Mutationsanalyse
mittels Liquid Biopsy

Hochsensitiver Nachweis von PIK3CA-Mutationen mittels Liquid Biopsy sowie AKT1- und PTEN-Alterationen aus Tumorgewebe beim metastasierten Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom. Therapieentscheidung für PI3K-Inhibitoren und AKT-Inhibitoren gemäß aktueller Leitlinien.

Blutentnahmeset anfordern

Fordern Sie kostenlos unser Blutentnahmeset für die PIK3CA-Mutationsanalyse an. Das Set enthält blutstabilisierende Röhrchen, Untersuchungsauftrag und eine detaillierte Anleitung zur Probenentnahme und zum Versand. Der Rückversand ist für Sie kostenlos. Alternativ bieten wir die Analyse auch aus Tumorgewebe (FFPE-Material) an.

Leitlinien empfehlen die kombinierte Testung beider Gene aus derselben Blutprobe

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PIK3CA-Mutationsanalyse
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PIK3CA-Diagnostik: Liquid Biopsy & Gewebe

Hochsensitiver Nachweis von PIK3CA-Mutationen beim metastasierten HR+/HER2- Mammakarzinom aus Blut (Liquid Biopsy, ctDNA) als GKV-Leistung. Für die erweiterte Analyse des PI3K/AKT-Signalwegs einschließlich AKT1- und PTEN-Alterationen bietet sich ergänzend die Gewebediagnostik (FFPE) an.

Indikation und klinischer Nutzen

Die PIK3CA-Testung wird bei Tumorprogression oder Therapieversagen unter endokriner Therapie empfohlen und ermöglicht den Einsatz von PI3K-Inhibitoren (Alpelisib, Inavolisib). Die PIK3CA-Analyse erfolgt bevorzugt mittels Liquid Biopsy (GKV-Leistung). Für AKT1/PTEN-Alterationen (Indikation Capivasertib) empfehlen wir die Gewebediagnostik.

Abrechnung als GKV-Leistung

Die PIK3CA-Mutationsanalyse ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen und wird nach den aktuellen EBM-Ziffern abgerechnet.

Höchste Qualitätsstandards

DAkkS-akkreditierte Analyse (ISO 17020) mittels hochsensitiver digitaler PCR und moderner NGS-Technologie. Nachweis von Mutationen mit Variantenfrequenz bis 0,1%.

Liquid Biopsy & Gewebediagnostik

Hochsensitiver Mutationsnachweis aus Blut (Liquid Biopsy) und Tumorgewebe (FFPE). Flexible Probenauswahl je nach klinischer Situation.

Zeitnahe Befundung

Kurze Befundlaufzeiten für rasche Therapieentscheidungen gemäß nationaler und internationaler Leitlinien.

Fachinformationen

Wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz der PIK3CA/AKT1/PTEN-Analyse im PI3K/AKT-Signalweg

PIK3CA/AKT1/PTEN – Der PI3K/AKT-Signalweg beim Mammakarzinom

PIK3CA-Mutationen gehören zu den häufigsten genetischen Veränderungen beim HR+/HER2- Mammakarzinom. Sie treten in bis zu 40% der Fälle auf und aktivieren den PI3K/AKT/mTOR-Signalweg, einen zentralen Regulationsmechanismus für Zellwachstum, Überleben und Stoffwechsel. Neben PIK3CA können auch Alterationen in AKT1 und PTEN diesen Signalweg beeinflussen. Diese Veränderungen können sowohl im Primärtumor als auch als erworbene Alterationen unter antihormoneller Therapie nachgewiesen werden.

Klinische Bedeutung von PIK3CA-Mutationen

Der Nachweis einer PIK3CA-Mutation ermöglicht den gezielten Einsatz von Inhibitoren des PI3K/AKT-Signalwegs. Zwei verschiedene therapeutische Ansätze stehen zur Verfügung: PI3K-Inhibitoren wie Alpelisib und AKT-Inhibitoren wie Capivasertib. Während Alpelisib spezifisch bei PIK3CA-Mutationen eingesetzt wird, ist Capivasertib bei einer oder mehreren Alterationen in PIK3CA, AKT1 oder PTEN indiziert. Beide Substanzklassen blockieren den hyperaktivierten Signalweg an unterschiedlichen Stellen und haben sich in klinischen Studien als wirksam erwiesen.

Wann wird eine PIK3CA-Testung durchgeführt?

Nationale und internationale Leitlinien empfehlen eine PIK3CA-Testung bei:

Hotspot-Mutationen

Unsere Analyse erfasst die therapierelevanten PIK3CA-Mutationen in den Exons 9 (E542K, E542E) und 20 (H1047L, H1047H), die für über 80% aller PIK3CA-Alterationen verantwortlich sind und die höchste klinische Relevanz besitzen.

Alpelisib (Piqray) – PI3K-Inhibitor

Alpelisib ist ein selektiver PI3Kα-Inhibitor, der in Kombination mit Fulvestrant für die Behandlung von postmenopausalen Frauen und Männern mit HR+/HER2- fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom mit PIK3CA-Mutation nach endokriner Vortherapie zugelassen ist. Die SOLAR-1-Studie zeigte bei Patientinnen mit PIK3CA-Mutation eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens unter Alpelisib plus Fulvestrant im Vergleich zu Placebo plus Fulvestrant.

Inavolisib (Itovebi) – PI3K-Inhibitor

Inavolisib ist ein selektiver PI3Kα-Inhibitor der nächsten Generation, der in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant für die Behandlung von Erwachsenen mit Östrogenrezeptor(ER)-positivem, HER2-negativem, PIK3CA-mutiertem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom nach Rezidiv oder Progression während oder nach endokriner Therapie zugelassen ist. Die INAVO120-Studie zeigte eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens in der Triplet-Therapie.

Capivasertib (Truqap) – AKT-Inhibitor

Capivasertib ist ein potenter, selektiver AKT-Inhibitor, der alle drei AKT-Isoformen hemmt. TRUQAP in Kombination mit Fulvestrant ist indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Östrogenrezeptor(ER)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom mit einer oder mehreren PIK3CA/AKT1/PTEN-Alterationen nach Rezidiv oder Progression der Erkrankung während oder nach einer endokrinen Therapie. Die CAPItello-291-Studie zeigte eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens. Für den Nachweis der erforderlichen AKT1- und PTEN-Alterationen empfehlen wir die Gewebediagnostik mittels NGS.

Therapeutische Optionen im PI3K/AKT-Signalweg

Mehrere Inhibitoren des PI3K/AKT-Signalwegs stehen zur Verfügung: PI3K-Inhibitoren wie Alpelisib und Inavolisib setzen direkt an der PI3-Kinase an, während Capivasertib als AKT-Inhibitor den nachgeschalteten Effektor AKT blockiert. Alle Ansätze haben sich in klinischen Studien als wirksam erwiesen und erweitern die therapeutischen Möglichkeiten bei PIK3CA-mutierten Mammakarzinomen. Die Wahl der Therapie erfolgt individuell unter Berücksichtigung der Vortherapien, des Mutationsstatus, der Kombinationstherapie und der Verträglichkeit.

ESR1-Testung: Für ein vollständiges molekulares Profil wird die zusätzliche ESR1-Analyse empfohlen. Beide Tests sind aus derselben Blutprobe möglich.

esr1.de →

Leitlinien-Empfehlungen

Nationale und internationale Leitlinien empfehlen die PIK3CA-Mutationstestung beim HR+/HER2- metastasierten Mammakarzinom bei Tumorprogression oder Therapieversagen unter endokriner Therapie. Die PIK3CA-Testung kann als GKV-Leistung mittels Liquid Biopsy erfolgen. Für die erweiterte Diagnostik von AKT1- und PTEN-Alterationen – insbesondere bei Erwägung einer Therapie mit Capivasertib – empfiehlt sich die Gewebediagnostik mittels NGS.

Das NCCN empfiehlt die Bestimmung des PIK3CA-Mutationsstatus mittels Liquid Biopsy bei Erwägung einer Therapie mit Alpelisib oder Inavolisib. Für den erweiterten Nachweis von AKT1/PTEN-Alterationen, wie für Capivasertib erforderlich, wird die Analyse am Tumorgewebe empfohlen.

Eine kombinierte Analyse von PIK3CA und ESR1 aus derselben Blutprobe ermöglicht ein vollständiges molekulares Profil für optimale Therapieentscheidungen.

Unser Gremium war sich einig, dass die Untersuchung von ctDNA ein wichtiger molekularer Test ist, um erworbene ESR1-Mutationen zu identifizieren. Wir befürworteten die Flüssigbiopsie und falls notwendig, die wiederholte Untersuchung mittels Liquid Biopsy, was ich für einen wichtigen Fortschritt halte.

— Dr. Harold J. Burstein, ASCO

Ergänzend empfehlen aktuelle Leitlinien die zusätzliche ESR1-Testung für ein vollständiges molekulares Profil. Weitere Informationen finden Sie auf esr1.de.

Liquid Biopsy – Flüssigbiopsie

Wir setzen modernste molekulardiagnostische Verfahren ein, um PIK3CA-Mutationen mit höchster Sensitivität nachzuweisen – sowohl aus Blut (Liquid Biopsy) als auch aus Tumorgewebe (FFPE). Je nach klinischer Fragestellung und Probenmaterial kommen zwei komplementäre Technologien zum Einsatz:

Digitale PCR (dPCR)

Mittels hochsensitiver digitaler PCR werden die relevanten Hotspot-Mutationen des PIK3CA-Gens in im Blut zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) nachgewiesen. Erfasst werden Mutationen mit einer Variantenfrequenz (VAF) von bis zu 0,1 Prozent. Eine VAF von 0,1 Prozent bedeutet, dass in 5000 Wildtyp-Kopien des jeweiligen Gens fünf veränderte (mutierte) Kopien nachgewiesen werden können. Die dPCR bietet absolute Quantifizierung und höchste Sensitivität für bekannte Hotspot-Mutationen. Für die ergänzende Analyse von AKT1 und PTEN empfehlen wir die Gewebediagnostik mittels NGS.

Next Generation Sequencing (NGS)

Ergänzend zur digitalen PCR setzen wir moderne Next Generation Sequencing (NGS) Technologie ein. NGS ermöglicht die umfassende Analyse des PIK3CA-Gens in der Liquid Biopsy (als GKV-Leistung über EBM abrechenbar). Für die erweiterte Analyse von AKT1, PTEN und weiteren Genen des PI3K/AKT-Signalwegs bietet sich insbesondere die Gewebediagnostik (FFPE) an. Diese Methode erlaubt die Detektion auch seltener oder bisher unbekannter Mutationen und bietet ein vollständiges molekulares Profil des Tumors für eine optimale Therapieplanung.

Praktische Durchführung

Liquid Biopsy (Blut): Die Liquid Biopsy kann an leicht zugänglichem Untersuchungsmaterial (Blut) durchgeführt werden. Eine invasive Probenentnahme ist nicht notwendig. Die Blutentnahme kann prinzipiell von jedem behandelnden Arzt durchgeführt werden.

Gewebediagnostik (FFPE): Alternativ oder ergänzend bieten wir die Mutationsanalyse auch aus formalinfixiertem, paraffineingebettetem Tumorgewebe (FFPE) an. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine aktuelle Biopsie vorliegt, die Liquid Biopsy kein eindeutiges Ergebnis liefert oder bei primärer Diagnostik am Operationspräparat.

Probenqualität

Beim Probenversand sollte auf kurze Transportzeiten geachtet werden, da Hämolyse – der Zerfall von Blutkörperchen – zu einer Verdünnung der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) führt. Hierdurch kann das Ergebnis der Untersuchung verfälscht und in seiner Aussagekraft eingeschränkt werden. Aus diesem Grund gibt es spezielle blutstabilisierende Abnahmesysteme, die einen Probentransport auch über eine weitere Distanz und längere Transportzeit ermöglichen.

Qualitätssicherung

Unsere Praxis ist nach ISO 17020 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert und gewährleistet damit eine qualitätsgesicherte Diagnostik nach international anerkannten Standards. Die PIK3CA-Mutationsanalyse mittels digitaler PCR und NGS erfüllt höchste Qualitätsstandards. Die Qualität wird durch regelmäßige Teilnahme an Ringversuchen zur externen Qualitätssicherung kontinuierlich überprüft.

Kontakt und Einsenderinformation

Gemeinschaftspraxis für Pathologie Traunstein

Dr. med. T. Henopp
Dr. med. I. Lichtmannegger
Dr. med. H. Bartsch

Adresse

Cuno-Niggl-Str. 3
83278 Traunstein

Kontakt

Telefon: 0861 / 5250
Fax: 0861 / 2051
E-Mail: info@pathologie-traunstein.de